Auf dem Weg nach Europa

Auf dem Weg nach Europa- eine Exkursion der Regenbogen-Gesamtschule Spenge nach Brüssel

Fritten, Schokolade oder Bier? Was sind die typischen Spezialitäten in Belgien?  Was sprechen die eigentlich für eine Sprache? Warum ausgerechnet Brüssel, warum Belgien? Solche und ähnliche Fragen stellten sich die 25 Schülerinnen und Schüler der 8. bis 10. Klasse der Regenbogen-Gesamtschule in Spenge, die vom 07. – 11. Oktober in der Woche vor den Herbstferien in Begleitung ihrer Lehrer Natascha Take, Simon Völkel und Jochen Momberg ihre Reise nach Belgien antraten.

Zum ersten Mal nach  27 Jahren war der Schüleraustausch mit unserer Partnerschule in Westfrankreich, dem Collège Olivier Messiaen in Mortagne sur Sèvre nicht zustande gekommen, die Termine vor den jeweiligen Ferien passten leider überhaupt nicht zusammen. Wir sind guten Mutes, dass es im kommenden Jahr weitergehen wird.

Welcome Statue vor dem Atomium
vor der Kathedrale

 

 

 

 

 

 

 

 

Da das Thema Belgien eine wichtige Rolle im Zentralabitur spielt, Europa in aller Munde ist und in Belgien neben Flämisch und Deutsch auch Französisch gesprochen wird, entstand die Idee, eine Exkursion nach Brüssel zu machen, um sich Europas Hauptstadt anzuschauen und sie zu entdecken.

Um es vorweg zu nehmen, die Reise ist ein großer Erfolg, viele Erwartungen wurden mehr als übertroffen:

Das Hotel der Meininger Kette war erst vor kurzem eröffnet worden, glänzte mit tollem Frühstücksbuffet und abwechslungsreichem Abendessen, alle Zimmer waren mit Dusche und WC sehr hochwertig ausgestattet, der Lärm war so gedämmt, dass niemand gestört werden konnte und das junge Team las uns unsere Wünsche von den Lippen ab.

Mit dem gut ausgebauten U-Bahn und Bussystem konnten wir an alle Orte fahren, die wir uns vorgenommen hatten, aber der Rekord 21000 Schritten zeigt, dass wir auch wir auch gut zu Fuß unterwegs waren.

Im Zentrum stand natürlich die Frage nach Europa, wir bekamen eine sehr witzige und interessante Führung durch das Europa Parlament

Im Europaparlament

und die Künste der Dolmetscher von einer in alle anderen 23 Amtssprachen wurden in beeindruckender Weise vorgeführt. Im angrenzenden Parlamentarium hatten wir die Möglichkeit, die Entstehung Europas und des Europaparlamentes nachzuvollziehen, wir bekamen mit modernster Technik einen Überblick über die Funktionsweise des Parlamentes.

Im Haus der europäischen Geschichte wird jeder Besucher mit Hilfe mit eines Tablets in den Bann der europäischen Geschichte der letzten 100 Jahre gezogen, zu den spannenden Ausstellungsgegenständen gab es Filme und Hördokumente.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des ARD Studios Brüssel, sein Leiter Ralph Sina nahm sich fast zwei Stunden Zeit, das Studio und seine Technik zu erläutern und alle Teilnehmer kamen ins Fernsehen.

vor dem Atomium

Touristische Attraktionen wie das Atomium, das zur Weltausstellung 1958 nachgebaute begehbare  Eisenatom, ein Park mit vielen europäischen Attraktionen in Miniatur, ein Comicmuseum über die belgische Comickultur mit dem Schlümpfen, Tim und Struppi und Lucky Luke, eine grandiose Ausstellung von Oldtimern in beeindruckender Kulisse und last but not least la grande place – der grosse Platz im historischen Zentrum mit goldverzierten hübschen Herrenhäusern, wo wir zum Abschluß noch tolle Nachtaufnahmen gemacht haben.

Auch die Möglichkeiten zum Einkaufen sind vielfältig, man findet nahezu alle europäischen Spezialitäten in den dazu passenden Geschäften. Kurz vor der Rückreise mussten wir uns noch unbedingt von der Qualität der leckeren belgischen Schokolade überzeugen und durften bei der Herstellung von Pralinen zuschauen und probieren.

Belgien, Brüssel ist unbedingt eine Reise wert, und welche Spezialität einem am besten schmeckt, kann dann jeder selbst entscheiden, Fritten, Schokolade oder Bier.

Pralinen
Fritten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jochen Momberg

 

Hier finden Sie den Zeitungsartikel des Westfalen-Blattes vom 31. Oktober 2019