Während viele Schüler*innen den heißen Sommertag nach dem Unterricht im Schatten oder Freibad verbrachten, entschieden sich die Mitglieder der Kanu-AG der Regenbogen-Gesamtschule Spenge ganz bewusst für einen anderen Weg: Trotz des eigentlich vorzeitigen Unterrichtsendes aufgrund der Hitze verbrachten sie den ganzen Tag freiwillig auf der Else – und leisteten dabei einen beeindruckenden Beitrag für den Umwelt- und Naturschutz.
Gemeinsam mit dem Kanuverein Spenge fand der inzwischen etablierte Else-Clean-Up statt. Mit Kajaks und Canadiern fuhren die Kinder und Jugendlichen den Flussabschnitt zwischen Ahle und Bünde ab und sammelten Müll aus dem Wasser und den Uferbereichen. Was dabei zusammenkam, machte deutlich, wie notwendig diese Aktion ist.
Neben zahlreichen Glasflaschen, Kunststofffolien und Styroporteilen bargen die jungen Umweltschützer auch Ölkanister, Wäschekörbe, Angelhaken und -schnüre in denen sich früher oder später Tiere verfangen, Glasscherben, eine alte Wasserpumpe und sogar eine komplette Mülltonne aus der Else. Jeder einzelne Gegenstand wurde anschließend durch die Stadt Bünde fachgerecht entsorgt.
Die Aktion ist weit mehr als eine Müllsammelaktion. Sie verbindet Naturerlebnis, Sport und Umweltbildung auf eindrucksvolle Weise. Die Schülerinnen und Schüler erleben unmittelbar, welchen Einfluss achtlos weggeworfener Müll auf Tiere, Pflanzen und Gewässer hat. Gleichzeitig verhindern sie, dass Kunststoffe zu Mikroplastik zerfallen und über Flüsse schließlich in die Meere gelangen. Das Wahrnehmen der heimischen Flora und Fauna unterwegs ist auch für die erfahrenen Schüler*innen immer wieder ein Highlight, wenn sie über Teppiche aus Seerosen fahren, mächtige Rotmilane, eifrige Nutrias, grasende Schafe oder farbenprächtige Libellen beobachten können.
Besonders bemerkenswert: Die Idee zum Else-Clean-Up entstand aus den Reihen der Jugendlichen selbst. Sie wollten Verantwortung für ihre unmittelbare Umwelt übernehmen und zeigen, dass nachhaltiges Handeln bereits vor der eigenen Haustür beginnt. Unterstützt werden sie dabei von Lehrkräften, Trainerinnen und Trainern des Kanuvereins sowie zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.
„Gerade an einem Tag mit Hitzefrei zeigt dieses freiwillige Engagement, wie sehr den Jugendlichen ihre Umwelt am Herzen liegt“, freut sich das Organisationsteam. Der Einsatz sei ein starkes Zeichen dafür, dass junge Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – nicht nur in der Schule, sondern auch für ihre Heimat und die Natur.
Die Kooperation zwischen der Regenbogen-Gesamtschule Spenge und dem Kanuverein Spenge besteht bereits seit mehreren Jahren und entwickelt sich stetig weiter. Das Projekt wurde in der Vergangenheit unter anderem bei Schulversammlungen sowie von Umweltorganisationen gewürdigt und soll künftig auch über den neu gestarteten Instagram-Auftritt des Vereins noch mehr Menschen erreichen.
Für die Organisatoren steht fest: Der Else-Clean-Up soll auch in Zukunft fester Bestandteil des Fahrtenprogramms bleiben. Denn die Aktion zeigt eindrucksvoll, dass Sportvereine und Schulen gemeinsam weit mehr leisten können als sportliche Ausbildung – sie können junge Menschen für gesellschaftliche Verantwortung begeistern und einen ganz konkreten Beitrag zum Schutz von Natur und Umwelt leisten.
Am Ende des Tages waren die Boote zwar deutlich schwerer als zu Beginn, die Else dafür aber ein gutes Stück sauberer. Und vielleicht ist genau das die wichtigste Botschaft dieser besonderen Aktion: Jeder kann etwas bewegen – manchmal genügt schon ein Paddel, ein Müllsack und der Wille, Verantwortung zu übernehmen. Besonderer Dank geht an alle jungen Paddler*innen der Kanu AG, die sicherlich in den nächsten Tagen auch noch mit einem Eis in der Schule überrascht werden! Wir danken auch der Stadt Bünde für die unkomplizierte Parkplatzlösung und die Abholung des Mülls, sowie der Schulleitung, die die Umwelttour jedes Jahr aufs Neue genehmigt und unterstützt.







